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Tätigkeitsbericht 2005Der Tsunami bestimmte 2005 unsere Arbeit in Indien und in Deutschland, aber nicht er allein. 238 Projekte in Indien und Bangladesch konnten wir im vergangenen Jahr finanziell unterstützen. Hunderttausende von Not leidenden Menschen konnten gefördert werden: Kinderarbeiter und Straßenkinder, unterdrückte Frauen, ausgebeutete Dalits (Kastenlose) und Adivasi (Ureinwohner), Blinde und Leprakranke. 92 Projektverträge konnten wir abschließen. Dabei lag der Schwerpunkt neben den Tsunami-Projekten,bei der ländlichen Entwicklung und der Förderung von Frauen und Familien. Diese integrierten Projekte zielen vor allem auf die Schaffung von Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder, denen auch in den Projekten der Blindenhilfe, bei Gesundheits- und Bildungsprogrammen besondere Aufmerksamkeit zukommt. Im vergangenen Jahr konnten wir aber auch 39 Projekte abschließen, d.h. diese Projekte können ohne unsere weitere finanzielle Unterstützung fortgeführt werden. Unsere Starthilfe hat ihr Ziel erreicht! Eine bedeutende Rolle spielt der Andheri Trust in Indien: Die einheimischen Mitarbeiter leisten wertvolle Unterstützung von der Beurteilung neuer Projektpartner und Mit der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland wollten wir auch im Jahre 2005 wieder einen Beitrag dazu leisten, dass den Menschen hier bei uns die Verflechtungen der "Einen Welt" bewusster werden. Im Rahmen der Kampagnen „Gerechtigkeit jetzt!“ und „Deine Stimme gegen Armut“ setzt sich die Andheri-Hilfe gemeinsam mit anderen Organisationen für eine gerechtere Welthandelspolitik und für eine weltweite Reduzierung der Armut ein. Getragen wurde unsere Arbeit einerseits von den vielen Spenderinnen und Spendern, von 656 Mitgliedern (Stand 31.12.2005) sowie von 7 Vollzeit- und 5 Teilzeit-, sowie vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen allen, die sich im „Tsunami-Jahr 2005“ weit über das normale Maß hinaus engagiert haben, sei an dieser Stelle nochmals sehr herzlich gedankt! Auch die Zuschüsse des BMZ, verschiedener Stiftungen sowie uns zugedachte Testamente spielen eine bedeutende Rolle; nicht zu vergessen die vielen Aktionen von Gemeinden, Schulen, Firmen und Vereinen. Sie brachten wichtige Einnahmen und sorgten für öffentliche Aufmerksamkeit. Der Dokumentarfilm von Franz Alt: "Lasst die Hoffnung nicht sterben" verdient besondere Erwähnung: Geplant als Bericht über unsere Arbeit mit behinderten Kindern und mit Leprakranken wurde das Drehbuch unerwartet vom Tsunami „überrollt“. Ganz aktuell berichtete Franz Alt auch über die Situation und unsere Hilfsmaßnahmen im Seebebengebiet. Eine weitere wichtige Publikation 2005 war das Buch von Rosi Gollmann, Franz Alt und Rupert Neudeck: "Eine bessere Welt ist möglich". Weitere besondere Höhepunkte waren die Auszeichnungen der Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe, Rosi Gollmann, mit dem Award 2005 des Club of Budapest sowie mit dem Großen Verdienstkreuz, welches ihr durch Herrn Bundespräsidenten Horst Köhler verliehen wurde. Bei der Mitgliederversammlung am 8.10.2005 wurde ein neuer Vorstand gewählt: Elvira Greiner (1. Vorsitzende), Dr. Antonius Nienhaus (2. Vorsitzender), Rosi Gollmann, Dr. Alexander Muser, Dr. Alarich Richter, Martin Sander und Ulrike Schneider. Sieben Mal traf sich der Vorstand im Jahre 2005, um wichtige Entscheidungen von Finanzfragen bis zur Projekt- und zur Öffentlichkeitsarbeit zu treffen. Kontrolliert wurde der Vorstand von dem vierköpfigen Aufsichtsrat, dem Hans-Peter Gohla als Vorsitzender und außerdem Bernhard Krümpel, Konrad Rüdelstein und Günter Siebertz angehören. Das DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) verlängerte auch in 2005 wieder das Spendensiegel, das Zeichen für geprüfte Seriosität und Spendenwürdigkeit.
Aufteilung nach Projektbereichen
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