Startseite

Wir über uns

Andere über uns

Projekte

Zielgruppen
Kinder & Jugendliche
Frauen
Unberührbare
Ureinwohner
Blinde
Menschen mit Behinderungen

Sektoren
Gesundheit
Grund- und Berufsausbildung
Ländliche Entwicklung &
Ressourcenschutz
Lobbyarbeit
Sozialentwicklung in städtischen Gebieten
Wiederaufbauhilfe

Mitmachen

News

Service

 

Projektbeispiel: Aufbau und Stärkung der Hausangestelltengewerkschaft "Manushi"

Zurück Zurück

Projekt-Kurzinformationen

Projekttitel
Aufbau und Stärkung der Hausangestelltengewerkschaft "Manushi"

Projektorganisation
Centre for Women's Development and Research

Projekt-Nummer
I-61-61/07

Finanzierung
Die Andheri-Hilfe unterstützt das Projekt im Zeitraum 1/07 bis 12/10 mit 98.619 Euro; das BMZ stellt im Rahmen einer Kofinanzierung 363.549 Euro zur Verfügung

Hauptaktivitäten

  • Schulungen der Gewerkschaftsmitglieder
  • Aufbau von Kleinunternehmen und Berufsfortbildung
  • Dokumentation und Verbreitung von Informationen
  • Lobbyarbeit und Kampagnen für Frauen- und Arbeitsrechte

Kosten

  • Monatsgehalt einer einfachen Mitarbeiterin: 100 Euro
  • Viertägige Schulungen für Hausangestellte mit 40 Teilnehmern: 266 Euro
  • Zehntägiges Training für zehn Frauen zum Aufbau eines Catering Service: 500 Euro

Seit 1998 unterstützt die Andheri-Hilfe Projekte des Centre for Women`s Development and Research (CWDR) im Bereich Förderung von Frauenselbsthilfeorganisationen in fünf Slums Chennais, der viertgrößten Metropole Indiens.

Während Frauen in Indien generell benachteiligt werden, ist ihre Situation in den großstädtischen Slums besonders prekär. Haushaltshilfen gehören zu den am stärksten benachteiligten Frauen. Die Andheri-Hilfe schätzt in hohem Maße die kompetente und basisnahe Arbeit des CWDR, das entschiedene Engagement für die Rechte von Frauen, die konsequente Lobbyarbeit und die innovativen Ansätze.

Das im Januar 2007 begonnene umfassende vierjährige Projekt zum Aufbau der Hausangestelltengewerkschaft "Manushi" ist das Ergebnis von über 10 jähriger intensiver Arbeit von CWDR mit armen Slumfrauen und -mädchen in Chennai. CWDR greift in ihrer Arbeit die von den lokalen Frauengruppen als wichtig identifizierten Probleme auf. Seit vielen Jahren engagiert sich CWDR daher für die Anliegen der Haushaltshilfen. 1999 hat CWDR gemeinsam mit anderen NGOs durch massive Proteste und Kampagnen erreicht, dass sie ebenfalls Anrecht auf staatliche Sozialleistungen (z.B. Mutterschutz) beantragen können. Ein Anspruch konnte jedoch nur über eine Gewerkschaft oder den Arbeitgeber erworben werden. Eine Gewerkschaft für Hausangestellte existierte nicht und die Arbeitgeber haben daran kein Interesse. Im Juli 2005 gelang es, die Hausangestelltengewerkschaft "Manushi" (übersetzt: Menschen weiblichen Geschlechts) offiziell zu registrieren - gegen den Widerstand der Behörden, da diese Art der Tätigkeit nicht als produktive Arbeit anerkannt wurde.

In den 79 Slums, die das Projektgebiet umfasst, leben ca. 12.000 Haushaltshilfen. CWDR stärkt Manushi mit gezielten Schulungen und prozessorientierten Beratungen. Haushaltsnahe Dienstleistungen (z. B. Catering Service) werden als Modellunternehmen aufgebaut, die Haushaltshilfen werden beruflich fortgebildet. CWDR erstellt Schulungsmaterial und setzt sich mit Kampagnen gemeinsam mit den Haushaltshilfen für deren Arbeitsrechte ein.

Zum ersten Mal wurde in Indien durch den Einsatz von Manushi erreicht, dass die Familie einer Frau, die bei einem Unfall umkam, eine Kompensation in Höhe von rund 2.000 Euro erhielt. Ein Arbeitgeber musste seiner langjährigen Hausangestellten umgerechnet 120 Euro Entschädigung zahlen, weil er sie verprügelt hatte. 60 % der Mitglieder von Manushi konnten bisher für sich höhere Gehälter bei ihren Arbeitgebern verhandeln. 200 Frauen, die an Fortbildungen in Haushaltsführung und Kochen teilnahmen, konnten ihr Einkommen nahezu verdoppeln. 100 weitere Frauen, die als Hausangestellte arbeiten, konnten eine kleine zusätzliche selbstständige Tätigkeit aufbauen (z.B. Verkauf von Snacks, Lebensmittelverarbeitung).

Langfristig soll mit diesem Projekt der "Empowerment"-Prozess der Slumfrauen in Chennai intensiviert werden, ein Schwerpunkt ist daher, die Fähigkeiten der Hausangestellten, die jetzt Mitglieder sind, in diesem Sinne auszubilden und zu stärken. Ein anderes Anliegen ist es, den Zugang zu bezahlbaren Krankenversicherungen zu eröffnen. Auch müssen die Unternehmensgründungen von Manushi weiter vorangetrieben werden, nicht zuletzt um die Gewerkschaft langfristig in eine finanzielle Unabhängigkeit entlassen zu können.

 

 


Zurück Zurück
    Nach oben Nach oben

 
 


Andheri-Hilfe Bonn e.V. | Mackestr. 53 | 53119 Bonn
Fon (0228) 67 15 86 | Fax (0228) 68 04 24 | andheri.bonnandheri.org
Copyright © 2002-2010 Andheri-Hilfe Bonn e.V. und Fotografen
Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn | Konto Nr. 40 006 | BLZ 370 501 98