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1,02 Milliarden Menschen hungern -

über 350 Millionen in Indien

Welternährungsorganisation FAO verkündete neuen Negativ-Rekord

Die Zahl der hungernden Menschen in der Welt überschreitet in diesem Jahr als Folge der Weltwirtschaftskrise eine traurige historische Schwelle: Erstmals leiden über eine Milliarde Menschen unter Hunger und Unterernährung. Das ist rechnerisch jeder sechste Bewohner der Erde und insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als 2008. Die alarmierenden Zahlen legte die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) vor.

"Diese lautlose Hungerkrise gefährdet erheblich den Weltfrieden und die Sicherheit", warnte Jacques Diouf, Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO): "Wir brauchen dringend einen breiten Konsens darüber, dass der Hunger in der Welt völlig und rasch ausgerottet wird." Die notwendigen Programme dafür müssten endlich auf den Weg kommen.

Die meisten unterernährten und hungernden Menschen leben in Entwicklungsländern, die Mehrheit von ihnen (642 Millionen) in Asien und in der Pazifik-Region. (dpa/ND)

Auch in Indien wächst die Zahl derer, die unter der Armutsgrenze leben und hungern. Über 350 Millionen Inder müssen von weniger als einem Dollar pro Tag leben. Noch immer sterben in Indien Tag für Tag Kinder an Hunger oder an Krankheiten, die leicht zu vermeiden wären.

Insgesamt konnte die Andheri-Hilfe im vergangenen Jahr etwa 460.000 Not leidende Menschen in ca. 6.000 indischen Dörfern und Slums fördern, etwa 60.000 in Bangladesch. Darüber hinaus haben wir in Bangladesch mehr als 610.000 Augenkranke und Blinde durch fachärztliche Behandlung oder Operation und 48.994 Schüler durch Sehtests in Schulen Hilfestellung geleistet.

Legt man zugrunde, dass sich die positiven Veränderungen - besonders der Frauen- und Dorfprogramme - in der Regel nicht auf einen Menschen allein beschränken, sondern der ganzen Familie zugute kommen (z.B. Verbesserung der Ernährung, der Gesundheitsversorgung, Einkommenschancen etc.), so können wir davon ausgehen, dass unsere Hilfe im vergangenen Jahr schätzungsweise 4,3 Millionen Menschen in Not zugute kam.

Wir danken für jeden Euro, denn er hilft, Hunger zu bekämpfen!

Spendenkonto:

Sparkasse KoelnBonn (BLZ 370 501 98)

Kontonummer 40 006, Kennwort: Hunger

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Kinder „rocken“ gegen Kinderarbeit

Die „Botschafter für mehr Menschlichkeit“, wie sich die Kinder selbst nennen, präsentieren zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit (12.06.2009) ihren Song „Kinder haben Rechte“.

Dabei erzielten sie bei den Medien eine grosse Resonanz. Mehrere Radiosender, Zeitungen und sogar der Fernsehsender RTL berichten vom Einsatz der Kinder.

 

 

Kinder protestieren für Kinder

Aufnahmen für RTL in Köln

Vor zwei Jahren organisierten sich Kinder und Jugendliche, um für Notleidende in Indien und Bangladesch aktiv zu werden. Wegen ihres besonderen Engagements wurden sie bald „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ genannt. Gerade haben sie ihren aktuellen Song „Kinder haben Rechte“ aufgenommen, mit dem sie für Kinderrechte protestieren. „Der Song lebt - er entwickelt sich laufend weiter“ berichtet die Lehrerin Ulrike Hanschur, die seinerzeit das Projekt initiiert hat. Das Besondere an diesem Lied ist nämlich, dass die Botschafter mit einem mobilen Studio-Equipment Veranstaltungen besuchen, wo sie immer neue Aufnahmespuren hinzufügen: sei es das Singen von Kindern oder das Mitklatschen des Publikums. Es lohnt sich also, immer mal wieder bei Last.FM die neueste Version anzuhören.

Pünktlich zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni wird die erste Fassung des Songs fertig sein. Aufgenommen wurden bisher Kinder und Jugendliche in Mainz, Langenlonsheim und Marienborn. Als nächstes stehen Bad Kreuznach, Bonn und Köln auf dem Tour-Programm.Bereits mit ihrem letzten Song „Hey Du“, den sie zusammen mit dem Sänger Frank Berens aufgenommen hatten, waren die jungen Botschafter sehr erfolgreich. Sie hatten zahlreiche Auftritte, waren mehrfach im Fernsehen und erhielten von KI.KA die Auszeichnung „Platz für Helden“. Bei der letzten Sharety Night sangen sie zusammen mit der bekannten DSDS-Sängerin Lisa Bund. Stolz sind die Botschafter aber vor allem darauf: In nur zweieinhalb Jahren haben sie mit ihrem Engagement knapp 400 Augenoperationen und mehrere tausend Augenuntersuchungen finanziert. Die Botschafter sammeln für Projekte der Andheri-Hilfe.

Zur Homepage der Botschafter

Bericht mit Interview Domradio Köln vom 12.06.2009

Mehr als 200.000 Kinder konnten durch die Projekte der Andheri-Hilfe Bonn bereits von Kinderarbeit befreit werden - und es sollen mehr werden!

Wussten Sie, dass...
...in Indien etwa 40 -100 Millionen Kinder hart arbeiten müssen, um zu überleben?

...indische Kinder rund 25% des Familieneinkommens aufbringen?

...hunderttausende von Kindern jahrelang als „Schuldknechte“ arbeiten, nur um die Wucherzinsen oftmals kleiner Kredite abzutragen?

...in Indien gefährliche Kinderarbeit zwar verboten ist, Gesetze jedoch missachtet werden, wenn es ums Überleben für die Armen oder um Profite für die Reichen geht?

Spendenkonto:

Sparkasse KoelnBonn (BLZ 370 501 98),

Kontonummer 40 006, Kennwort: Kinder

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Hit-Stiftung in Siegburg engagiert sich
für Jugendliche in Bangladesch

Die Hit-Stiftung (bekannt sind die Hit-Märkte) unterstützt den Betrieb von acht Ausbildungszentren in Bangladesch mit 57.842 Euro im Jahr 2009.

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Über 100 Küchengärten in Indien
mit D-Mark finanziert

Mitte 2008 riefen wir im FORUM, auf unserer Homepage und in der Tagespresse zu einer großen D-Mark-Sammelaktion auf.

„Für schon 20 DM kann eine arme Familie einen Küchengarten anlegen, von dem das ganze Jahr über frisches Gemüse und Obst geerntet werden kann.“

Mit diesem Beispiel zeigte die Andheri-Hilfe, dass mit wenigen D-Mark große und nachhaltige Hilfe geleistet werden kann. Dem Aufruf folgten viele Privatpersonen, Schulklassen und andere Gruppen. Sie suchten in alten Spardosen, Geldbeuteln, Schubladen, Kleidungsstücken, Münzalben, im Keller und auf dem Dachboden. Sogar alte Silbermünzen waren dabei! Auf diese Art sind bislang rund 2.100 DM in kleineren und größeren Beträgen zusammengekommen.

Was sind schon 20 DM oder 10 Euro?

Zehn Euro sind: Eine Pizza, ein Kinobesuch mit Popcorn, zwei Schachteln Zigaretten,...oder Samen und Setzlinge für einen Bio-Küchengarten, der eine ganze Familie langfristig mit gesundem Obst und Gemüse versorgt. Mehr als 125.000 Familien, die unter akuter Nahrungsmittelknappheit und Mangelernährung litten, konnte Andheri-Hilfe bislang bei der Anlage eines Küchengartens unterstützen. Mit der D-Mark-Aktion sind nun über 100 hinzugekommen. Sivanthi (21), die zu den sogenannten „Unberührbaren“ (das ist die unterste soziale Schicht) gehört, ist trotz ihrer sozialen Stellung schon Leiterin einer Frauengruppe und hat einen kleinen Tante-Emma-Laden eröffnet. Da die geringen Einkünfte daraus kaum reichen, wollte auch sie hinter ihrer Hütte einen kleinen Küchengarten für die Familie anlegen, damit besonders ihre zwei kleinen Kinder ausreichend und gesund ernährt werden können. Die Projektmitarbeiter erklärten ihr alles über das Pflanzen, das Düngen mit Kompost, den natürlichen Schutz vor Schädlingen und über Pflanzenkrankheiten. Nachdem der harte Boden mühsam vorbereitet war, konnte sie neben einigen Obstbäumchen auch viel Gemüse anpflanzen, von dem in Indien das ganze Jahr über etwas geerntet werden kann.

Die Sammlung geht weiter!

Andheri-Hilfe Bonn möchte mehr Familien in Indien einen Küchengarten ermöglichen. Bringen oder schicken Sie die gesammelten Münzen und Scheine in unsere Geschäftsstelle:
Andheri-Hilfe Bonn e.V., Mackestr. 53, 53119 Bonn.

Bei Fragen: Telefon 0228-67 15 86 und E-Mail georg.witzel@andheri-hilfe.org

Spendenkonto:
Sparkasse KölnBonn
Konto Nr. 40006 , Kennwort: Küchengarten
BLZ 370 501 98

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Cafe Moritz in Hildesheim mit viel Fantasie

Was viele kleine und fantasievolle Aktionen bewirken, zeigt das Team des Cafe Moritz in Hildesheim. Im gesamten Jahr 2008 lief eine Spendenaktion zugunsten der „Aktion Blindheit bekämpfen in Bangladesch“. Dabei hat das Team um Inhaber Frank Sprengelmeier jede Gelegenheit genutzt, um den Spendenstand zu erhöhen.

So wurde zum 1-jährigen Jubiläum im September eine einwöchige Los-Tombola durchgeführt. Dabei wurden bei einer Lospreis-Spende von 0,50 € Sachpreise der Lieferanten und Kaffee-Gedeck-Gutscheine verlost.

Im Dezember folgte dann ein Adventskalender, bei dem pro geöffnetem Türchen (gegen Spende) Leckereien sowie verschiedene Gutscheine und weitere Sachpreise wie Wein- und Sektflaschen, Präsentkörbe, Gedichte und Wortspiele zu haben waren.

Während des gesamten Jahres hatte jeder Nicht-Gast für einen Toilettenbesuch 0,50 € als Spende für die Aktion zu geben. Die Mitarbeiter verzichteten darüber hinaus teilweise auf ihr Trinkgeld und spendeten dieses. Auf einem eigens platzierten Tisch im Cafè lag Info-Material der Andheri-Hilfe aus und die Gäste hatten die Gelegenheit, etwas in eine Spendenbox zu schmeißen. Auf einem Monitor lief der Film von Franz Alt zur Aktion „Blindenheit bekämpfen“. Der Film weckte bei vielen Gästen großes Interesse, es wurden viele Fragen gestellt und Flyer mitgenommen.

Danke, liebes Team vom Cafe-Moritz für die tolle Spende in Höhe von 731,06 Euro!!!

Cafè Moritz
Inhaber: Frank und Andreas Sprengelmeier
Dingworthstraße 38
31137 Hildesheim
Tel: 05121 - 294 1 294, cafe-moritz@arcor.de, www.cafe-moritz-hildesheim.de


Charity-Yoga-Aktion 2008/2009

Die bekannte Münchner Yoga-Lehrerin Barbra Noh fand auch in diesem Jahr die Zeit - bereits zum vierten mal - Charity Yoga Workshops zu Gunsten der Andheri-Hilfe zu initiieren. Yoga-LehrerInnen und Studios aus 10 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz boten Ende 2008 und Anfang 2009 Jahr Charity Yoga Workshops an und spendeten alle Einnahmen. Auch die Einnahmen der 1. Yoga-Conference in Wels/Österreich am 24./25. Januar wurden gespendet. Bislang sind sagenhafte 5.283 Euro durch diese Aktionen zusammengekommen. Danke an alle Yoga-Studios und alle Teilnehmer!

Zeit ist es, was sich in dieser Jahreszeit alle wünschen und immer knapp zu sein scheint: Zeit für sich, Zeit für andere. Die Charity Workshops boten allen Yoga-Interessierten Gelegenheit selber etwas zur Ruhe zu kommen und dabei gleichzeitig Straßenkindern in Indien Zeit zu schenken - Zeit in Schulen, Häusern und Ausbildungsstätten. Die Workshops organisierten Noh und ihr Yoga-Netzwerk in den Orten Bad Feilnbach, Chemnitz, Hamburg, Frankfurt, Luzern, München, Wels und Zürich. Die Räumlichkeiten wurden von allen Yoga Studios kostenlos zur Verfügung gestellt, die Lehrer unterrichten ehrenamtlich.

 

Auslöser für diese Aktion waren Nohs einschneidenen Erlebnisse in Indien, während die gebürtige Australierin sich dort zur Yogalehrerin ausbilden ließ. Noh: „In Indien wurde ich mit einer unvorstellbaren Armut konfrontiert und in mir entstand der Wunsch etwas sinnvolleres zu tun, als einem der vielen armen Kindern nur ein paar Rupien zu geben.“

Über Barbra Noh
Barbra entdeckte ihre Faszination für Yoga schon während ihrer Zeit als Tänzerin in europäischen Theatern. Seit ihrer ersten Yogastunde vor 10 Jahren hat sie Erfahrungen mit allen bekannten Yoga-Richtungen gesammelt und nun eine Form des Hatha-Yoga gefunden, die alle Aspekte vereint, die sie an Yoga liebt: Anusara Yoga®. Die gebürtige Australierin ist registrierte Anusara-inspired Yoga Teacher™.

Barbra unterrichtet mit Leidenschaft und Leichtigkeit. Sie sieht Yoga als Weg die menschliche Essenz zu erfahren. Durch ihre authentische Art inspiriert sie ihre Schüler, das eigene Potential immer wieder neu zu entdecken. Sie legt Wert auf eine präzise Ausrichtung des Körpers und die Entwicklung einer positiven inneren Haltung, damit die beim Yoga erfahrene Freude in das ganze Leben einfließen kann.

Seit 2000 leitet sie eigene Kurse in München, Retreats in Italien und ist Co-Autorin des Buchs Yoga - Das Übungsbuch (BLV, München 2004, Neuauflage unter dem Titel Yoga - Körper und Seele im Einklang).

www.barbranohyoga.com


Andheri-Hilfe setzt auf sauberen Strom

Naturstrom AG hilft beim Bau von Solaranlagen

Seit dem 1. Oktober fließt in der Geschäftsstelle der Andheri-Hilfe Strom aus 100% regenerativen Energien. Seit Jahren fördert Andheri-Hilfe Projekte aus den Bereichen „Ressourcenschutz“ und „Regenerative Energien“ in Indien und Bangladesch. Die Projekte haben dabei neben dem Umweltschutzaspekt immer das vorrangige Ziel, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

Mit "Naturstrom AG" hat Andheri-Hilfe einen der wenigen deutschen unabhängigen Stromlieferanten gefunden, die zu 100 % Strom aus regenerativen Energien liefern. Naturstrom setzt auf den Ausbau des Anteils an regenerativer Energien und hat seit dem Bestehen über 140 Neuanlagen gefördert.

Naturstrom engagiert sich darüber hinaus bei unserem Projekt "Solaranlagen auf den Chars". Der Stromanbieter möchte Solaranlagen auf der Flussinsel North Channel Union im Ganges fördern. Die ersten schon aufgebauten 5 Anlagen spendete Naturstrom in dem Dorf Khalak Mattubar Dangi, weitere 90 Solaranlagen sollen mit Prämienbeiträgen bei der Aktion „Kunden werben Kunden“ finanziert werden.

In einer weiteren Partneraktion spendet Naturstrom 20 Euro für jeden neuen Kunden, der bei Vertragsabschluss das Kennwort VP-357 angibt. Wenn Sie sich auch für sauberen Strom entscheiden möchten, so unterstützen Sie unser Projekt in Bangladesch mit 20 Euro.

Wichtig: Die Kosten für den Bezug des sauberen Stroms liegen für die Andheri-Hilfe sogar unter den bisherigen Kosten des lokalen Anbieters mit konventionellem Strom.

Kontakt:

NaturStromHandel GmbH, Tel.: 0211 - 77900-444, www.naturstrom.de, Mail: info@naturstrom.de,

 

Windrad Hüll, ca. 7,5 Mio kWh, versorgt seit 2007 rund 2500 Haushalte mit Windkraft

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Neues von den "Botschaftern für mehr Menschlichkeit"

Wie ein Opa und seine Enkelin 30 Blinden das Augenlicht geschenkt haben. Klaus N. war früher Lehrer an der Mainzer Martinus-Schule. Schon deshalb hat der heutige Rentner immer sehr interessiert das Projekt der kleinen „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ verfolgt, das in seiner früheren Schule ihren Ursprung hat. Es machte ihn glücklich, als ihm eines Tages seine 12-jährige Enkelin Lena erzählte, dass sie jetzt auch eines der Kinder ist, die sich mit Aktionen für Blinde einsetzen. Eine Licht bringende Augenoperation in einem mobilen Augencamp in Bangladesch kostet gerade mal 40 Euro. „Für einen Menschen dort ist das wie ein neues Leben, das man ihm schenkt“, hat Lena ihrem Opa erklärt. „Und hier bekommt man dafür gerade mal einen Blumenstrauß, der nach 3 Tagen verwelkt in den Mülleimer kommt“, dachte er sich mit Blick auf seinen nahenden 70. Geburtstag. Deshalb bat er seine Freunde und Verwandte, ihm Augenlichter zum Geburtstag zu schenken. Seiner Enkelin erzählte er erst mal nichts von seiner Idee - es sollte auch für sie eine Überraschung sein. Und die ist wirklich gelungen. Insgesamt kam ein Betrag von 1200,- Euro zusammen. „Das sind 30 Menschen, die dank meinem Opa bald wieder sehen können“, erzählte Lena stolz.

Fasten-Aktion: Verzicht für ein Augenlicht
Eine tolle Idee hatten auch die Messdiener/Innen der Langenlonsheimer Pfarreien - Gemeinschaft. Ihr Aufruf: „Bist Du bereit, in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten? Dann mache mit bei der aktuellen Fasten-Aktion. Spare an jedem Tag der Fastenzeit einen Euro, sodass Du bis Ostern 40 Euro für eine Augenoperation in Bangladesch zusammengespart hast. Dann kannst Du am Fest der Auferstehung einem anderen Menschen das Augenlicht und damit ein neues Leben schenken! Vielleicht haben Mitglieder Deiner Familie oder Deine Freunde auch Lust, mitzumachen, um am Schluss der Fastenzeit ein Augenlicht schenken zu können. Du kannst zum Beispiel bewusst einmal auf Süßigkeiten oder Chips verzichten. Erwachsene können schnell einen Euro sparen, wenn sie mal das Auto stehen lassen und das Fahrrad benutzen. Ideen gibt es viele“!

Bastelvorlage für Spendenbox - hier klicken zur Vergrößerung

Mehr Informationen zum Projekt der „Botschafter für mehr Menschlichkeit“ gibt es unter www.botschafter-blog.de

World Charety Day

Was für ein Herbstferienprogramm...

...es ist erst zwei Monate her, als die Botschafter für mehr Menschlichkeit die offizielle Einladung zur Sharety Night erhielten. Nicht nur das: Sie bekamen auch noch das Angebot, gleich mit mehreren ihrer Songs aufzutreten und sogar das Finale mitzugestalten. Das war eine Herausforderung, denen sich die Botschafter gerne stellten. Mit viel Engagement haben sie es geschafft: von der Studioaufnahme über ein professionelles Dance Coaching bis hin zum Auftritt bei der Sharety Night. Und die größte Überraschung für die Kinder: Lisa Bund brauchte für ihren Auftritt bei dieser Veranstaltung noch einen Backgroundchor, um ihren nächsten Hit "It´s Christmas" vorzustellen. Klar, dass die Botschafter dafür gerne noch mal eine Sonderprobe einlegten.

Am 17. Oktober war der World Sharety Day - der Tag des Teilens. An diesem Tag waren alle Menschen dazu aufgerufen, ihre Vision einer besseren Welt mit eigenen Aktionen umzusetzen. In der Sharety Night werden jährlich Kinder und Jugendliche ausgezeichnet, die mit besonderem Engagement das Prinzip des Teilens leben. Im letzten Jahr wurden die Mainzer Martinusschüler für ihr Botschafterprojekt mit dem Sonderpreis für Kreativität ausgezeichnet. In diesem Jahr teilten sie ihre Herbstferien für die gute Sache. Sie bereiteten sich nämlich intensiv auf ihre Auftritte im Rahmen der Sharety Night vor, die am letzten Wochenende im Bockenheimer Depot in Frankfurt stattfand.

Studioaufnahmen für die Sharety Night
Es wurde geplant, telefoniert und arrangiert. Ende August baute der Sänger Frank Berens den Handarbeitsraum der Martinus-Schule Weißliliengasse Mainz zum Tonstudio um. Für den beliebten Sänger ist das ein vertrautes Terrain. Er war in den letzten beiden Jahren schon öfter da, um mit den Kindern Songs aufzunehmen. Diesmal nahm er gemeinsam mit ihnen die Titel "Hey du", "Take time for the children" und "We are the world" auf.

Dance Coaching wie bei den Profis
Spätestens seit der Pro7 Casting Show weiß jeder, dass Singen alleine nicht ausreicht im Showbizz. Was für die Popstars Detlef Di Soost ist, ist für die kleinen Botschafter der Mainzer Dance Coach Richard Berninger von der Tanzschule Willius-Senzer. Bereits für die Auftritte in den Sendungen "KI.KA live" und "Platz für Helden" hatte er die Kinder für die Bühne fit gemacht. Speziell für die "Sharety Night" hat er mit den Martinusschülern in den Herbstferien eine neue Choreographie einstudiert. Immer wieder wurde die Aula der Schule zur Tanzarena. Die Mühe hat sich gelohnt. Am Tag vor dem Auftritt war alles perfekt.

Und schließlich: Auf der Bühne mit Popstar Lisa Bund

Die Kinder haben schon viel erlebt, waren mehrmals im Fernsehen, wurden schon von Politikern eingeladen und auch mit Preisen ausgezeichnet. Doch ihren Star Lisa Bund zu treffen, für einen Abend sogar ihr Backgroundchor sein zu dürfen - das war für sie das Größte. Auch außerhalb der Proben nahm sie sich sehr viel Zeit für die Kinder. "Mit Lisa kann man toll erzählen. Wie mit einer Freundin, die man schon ganz lange kennt" schwärmte eines der Mädchen.

Erst in der Nacht endete die Veranstaltung, auf die sich die Kinder so eifrig vorbereitet hatten. „Was für ein Herbstferienprogramm“ schmunzelte die Lehrerin Ulrike Hanschur, als sie mit ihren Schulkindern noch das Auto für die Rückfahrt belud. Sie alle waren unendlich glücklich. Und zugleich auch etwas traurig, dass der Abend so schnell vorüber war. Aber Lisa Bund will die Kinder demnächst in der Schule besuchen - das hat sie schließlich getröstet.

Info:

Das Projekt der Botschafter für mehr Menschlichkeit ist vor zwei Jahren im Rahmen einer Martins-Aktion entstanden. Seitdem haben die Kinder mit ihrem Engagement für die Andheri-Hilfe 300 Blinden das Augenlicht wiedergegeben. Gerade rufen Sie zur Teilnahme an der Aktion „Du bist Sankt Martin“ auf. Wer mitmachen möchte, findet weitere Infos unter www.botschafter-blog.de.

13.09.2008 - Solidaritätsmarsch für die Blinden in Bangladesch

Nach dem Aussendungsgottesdienst mit dem Kurztheater „Bartimäus heute“ und nachdem die Gründerin der Andheri-Hilfe, Rosi Gollmann, die Anfänge der Blindenheilung in Bangladesch erläutert hatte, machten sich ca. 60 Kinder und Erwachsene auf den sechs Kilometer langen Weg „durch Weinberge schlendern - die Welt verändern“. Ziel war es, möglichst viele „Augenlichter“ zu erwandern. Es wurde für Operationen am Grauen Star für Blinde in Bangladesch gesammelt, denen so ein neues Leben geschenkt wird.

Wer wollte, konnte sich einfühlen und an den Stempelstationen Spiele zum Thema „Blind sein“ ausprobieren. Den Abschluss am Pavillon der Regionalschüler bildete der hoch gelobte Blindenparcours der Zehntklässler, die noch einmal eindrucksvoll die Erfahrung vermittelten, wie hilfsbedürftig man sich fühlt, wenn man nichts sehen kann. Im Anschluss an den Spendenlauf konnten sich dank vieler freiwilliger Helfer alle Wanderer bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Salaten stärken.

Schirmherrin Judith Honrath flocht in ihre Ansprache eine Geschichte von Christen ein, denen die Worte verboten worden waren und die nun durch Taten ihren Glauben beweisen mussten. Dies, so die Theologin und ehemalige deutsche Weinkönigin, sei den Messdienern und Menschen aus den Pfarreien heute eindrucksvoll gelungen. Einen weiteren Höhepunkt bildete der Gesangs-Auftritt der „Botschafter für mehr Menschlichkeit“, wie sich die Messdiener in Anlehnung an ihre Mainzer Partnerorganisation nennen. „Hey Du, komm mach doch mit“ und „Let´s take time for the children“, forderten sie die Anwesenden in zwei eigens für die Botschafteraktion geschriebenen Liedern auf.

Insgesamt konnten bisher trotz des schlechten Wetters über zweitausend Euro durch Soli-Marsch und Kollekten entgegengenommen werden. Geplant ist ein Dankesgottesdienst im Winter, der von soviel Kerzen wie geschenkten Augenlichtern erhellt werden soll.

Beweggründe der Messdienerleiterrunde:

"Wichtig ist uns, dass wir erkennen, dass wir als Messdiener und Christen soziale Verantwortung tragen und es unsere Aufgabe ist, da zu helfen, wo es nötig ist. Zudem wollen wir durch dieses Projekt die Gemeinschaft unter den Messdienern der Pfarreiengemeinschaft stärken. Wir möchten das Gefühl vermitteln, dass wir zusammen etwas auf die Beine stellen und zu mehr Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt beitragen können."

Martinusschule Weißliliengasse Mainz:

Die Schule hat bereits über 250 Blinden das Augenlicht wiedergeschenkt

Die Kinder sind stolz: Das Logo ihrer Schule ist bei jedem ihrer Eye Camps mit dabei.

Das Projekt begann kurz nach dem Schuljahresstart 2006. Vorbereitend auf die Sankt-Martins-Aktion sahen die Kinder der damaligen 5a als Themenvorschlag ein Andheri-Hilfe-Video. Enthalten war auch ein Fernsehbericht über die einmillionste Augenoperation, die an der 14-jährigen Hasna ausgeführt wurde. Sie war 11 Jahre alt, als sie erblindete - also genau so alt wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse. Das hat die Kinder sehr berührt. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Blindheit bedeutet, banden sich die Kinder die Augen zu. Sie führten sich gegenseitig durch das Klassenzimmer, dann durch das Treppenhaus und schließlich über den Pausenhof. Das war der Beginn eines außergewöhnlich intensiven Projektes.

Die Kinder ließen kaum eine Gelegenheit aus, um sich für die Blinden einzusetzen. Die Medien gaben ihnen schließlich den Namen "Botschafter für mehr Menschlichkeit". Mit ihrem eigenen Botschafterlied "Hey du, komm mach doch mit!" haben die Kinder den Europatag in Bonn eröffnet, dann sind sie der Einladung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck zu dessen Sommerfest in die Staatskanzlei gefolgt. Danach waren sie mit einem eigenen Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn. Dabei hat sie ein Fernsehteam des Kinderkanals drei Tage lang begleitet und ihnen die Auszeichnung "Platz für Helden" verliehen. Beim Kinderwelten Sharety Award 2007 erhielt das noch neue Projekt den Sonderpreis für Kreativität.

Inzwischen machen 8 Klassen mit. Gemeinsam haben sie mit kleinen und großen Aktionen über 10.000 Euro gesammelt und damit mehr als 250 am Grauen Star Erblindeten das Augenlicht schenken können. Eine Augenoperation in einem mobilen Eye Camp kostet nur 40 Euro. Am 06.09.08 werden die Kinder wieder mit ihrem Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn vertreten sein. Im Herbst startet dann die nächste Sankt-Martins-Aktion. Botschafter gesucht! Jeder kann mitmachen.

Alle aktuellen Aktionen der "Botschafter" finden sich im "Botschafter-Blog"

 

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