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Neues von den "Botschaftern für mehr Menschlichkeit"

17. Oktober 2008 - World Charety Day

1992 erklärten die Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist dieser Tag als World Sharety Day – also als Tag des Teilens – bekannt. Dieser Tag ist eine gute Gelegenheit, die eigene Vision einer besseren Welt umzusetzen: mit eigenen Aktionen für Menschen, die unsere Hilfe brauchen.

Die Botschafter für mehr Menschlichkeit wollen mit Aktionen zum World Sharety Day die Aktion Blindheit bekämpfen in Bangladesch der Andheri-Hilfe unterstützen. In Bangladesch kostet es nur 40 Euro, einem am Grauen Star Erblindeten das Augenlicht zu schenken. Über 250 Blinden konnten die Botschafter bereits eine Augenoperation bezahlen. Für diese Menschen ist es wie ein neues Leben, das man ihnen schenkt.

06. September 2008 - Internationales Begegnungsfest, Bonn

Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der Mainzer Martinus-Schule wird eine Abordnung der Messdiener aus Langenlonsheim nach Bonn zum Internationalen Begegnungsfest fahren. Die Kinder wurden eingeladen, auf der großen Bühne das Botschafterlied zu singen und über ihr Projekt zu berichten. Sie werden sogar ein eigenes Botschafterzelt haben – direkt neben echten Botschaftern und Ländervertretern.

13.09.2008 - Solidaritätsmarsch für die Blinden in Bangladesch

Um noch mehr Augenlichter schenken zu können, planen die Messdiener aus Langenlonsheim einen großen Solidaritätsmarsch bzw. Spendenlauf. Den Spendenbetrag pro zurückgelegtem Kilometer können die Teilnehmer selbst festlegen. Der Betrag kann von Sponsoren oder aus eigener Tasche finanziert werden. Insgesamt ist die Strecke 6 Kilometer lang. Eingeladen sind Menschen aller Altersgruppen, die mit ihrem Engagement zu mehr Menschlichkeit auf dieser Welt beitragen möchten.

 

Messdiener-Traubensaft von der Nahe

Der Weinstock hat im christlichen Glauben eine große Bedeutung, was die Obermessdiener aus Langenlonsheim auf die Idee gebracht hat, einen eigenen Messdiener-Traubensaft herzustellen.

Im jährlichen Wechsel wird jeweils ein Weingut der Pfarreiengemeinschaft Langenlonsheim / Laubenheim, Bretzenheim und Rümmelsheim / Dorsheim den "Messdiener-Traubensaft" herstellen. Der diesjährige Saft kommt vom Weingut Glöckner aus Bretzenheim an der Nahe. Der Verkauf kommt nicht nur der Messdienerkasse zugute, sondern auch der Aktion Blindheit bekämpfen in Bangladesch.

 

Langenlonsheimer Pfarrfest: Blindenparcours öffnete vielen Besuchern die Augen für die Not der Blinden in Bangladesch

Zum Pfarrfest in Langenlonsheim gestalteten die Messdiener der Pfarrei einen Blindenparcours, bei dem interessierte Besucher mit verbundenen Augen im Pfarrgarten über Hindernisse geführt wurden. Es war dem Organisationsteam der Messdiener wichtig, den Gästen zu zeigen, wie hilfebedürftig man ist, wenn man nichts mehr sehen kann. Mit dem Parcours konnten sie viele Menschen für ihr Botschafter-Projekt begeistern.

Eine Messdienerin des Organisationsteams berichtet: „Es ist schon seltsam: Da habe ich den Blindenparcours für das Pfarrfest in Langenlonsheim mitgeplant und die Stationen aufgebaut. Unzählige Male bin ich die Stecke abgelaufen, um zu sehen, ob alles an seinem Platz und gut zu bewältigen ist. Und auf einmal war alles anders. – Dieses eine Mal nämlich wurde ich selbst mit verbundenen Augen über die Hindernisse geführt. Ein merkwürdiges, ja fast schon unheimliches Gefühl. Sich buchstäblich blind auf andere verlassen zu müssen kostet Überwindung. Ich bekam einen Eindruck davon, wie es für Blinde in Bangladesh sein muss, stets auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Und doch ist etwas anders: Ich darf nach fünf Minuten die Augenbinde abziehen und ins Licht blinzeln. Und genau in diesem Bewusstsein kann ich den Parcours bewältigen. Doch den Menschen in Bangladesh ist dies nicht so einfach vergönnt. Viele sind blind. Und die meisten bleiben es für den Rest ihres Lebens. Wir können helfen: Schenken wir den Blinden in Bangladesh ein neues Augenlicht!“

Martinusschule Weißliliengasse Mainz:

Die Schule hat bereits über 250 Blinden das Augenlicht wiedergeschenkt

Die Kinder sind stolz: Das Logo ihrer Schule ist bei jedem ihrer Eye Camps mit dabei.

Das Projekt begann kurz nach dem Schuljahresstart 2006. Vorbereitend auf die Sankt-Martins-Aktion sahen die Kinder der damaligen 5a als Themenvorschlag ein Andheri-Hilfe-Video. Enthalten war auch ein Fernsehbericht über die einmillionste Augenoperation, die an der 14-jährigen Hasna ausgeführt wurde. Sie war 11 Jahre alt, als sie erblindete - also genau so alt wie die Schülerinnen und Schüler der Klasse. Das hat die Kinder sehr berührt. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Blindheit bedeutet, banden sich die Kinder die Augen zu. Sie führten sich gegenseitig durch das Klassenzimmer, dann durch das Treppenhaus und schließlich über den Pausenhof. Das war der Beginn eines außergewöhnlich intensiven Projektes.

Die Kinder ließen kaum eine Gelegenheit aus, um sich für die Blinden einzusetzen. Die Medien gaben ihnen schließlich den Namen "Botschafter für mehr Menschlichkeit". Mit ihrem eigenen Botschafterlied "Hey du, komm mach doch mit!" haben die Kinder den Europatag in Bonn eröffnet, dann sind sie der Einladung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck zu dessen Sommerfest in die Staatskanzlei gefolgt. Danach waren sie mit einem eigenen Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn. Dabei hat sie ein Fernsehteam des Kinderkanals drei Tage lang begleitet und ihnen die Auszeichnung "Platz für Helden" verliehen. Beim Kinderwelten Sharety Award 2007 erhielt das noch neue Projekt den Sonderpreis für Kreativität.

Inzwischen machen 8 Klassen mit. Gemeinsam haben sie mit kleinen und großen Aktionen über 10.000 Euro gesammelt und damit mehr als 250 am Grauen Star Erblindeten das Augenlicht schenken können. Eine Augenoperation in einem mobilen Eye Camp kostet nur 40 Euro. Am 06.09.08 werden die Kinder wieder mit ihrem Botschafterzelt auf dem Internationalen Begegnungsfest in Bonn vertreten sein. Im Herbst startet dann die nächste Sankt-Martins-Aktion. Botschafter gesucht! Jeder kann mitmachen.

Alle aktuellen Aktionen der "Botschafter" finden sich im "Botschafter-Blog"

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Juni/Juli/August 2008 - Malte goes Nordkap

Nach einer großen Abschiedsfeier mit Familie und Freunden ist Malte gen Norden gestartet. Alle waren gekommen, um Malte zu verabschieden. Mit Kaffee und Kuchen gestärkt ist Malte am Sonntag, den 29. Juni um 14.30 Uhr von seiner Haustür, in Ittenbach bei Königswinter, losgefahren. Die gesamte regionale Presse einschliesslich Radio Bonn/Rhein-Sieg und WDR Lokalzeit berichtete von seiner Aktion.


Malte Beyer hat gerade sein Abitur in der Tasche und nun erfüllt er sich seinen Lebenstraum: Mit dem Fahrrad zum nördlichsten Punkt Europas fahren - ans Nordkap.
Warum nicht einen Lebenstraum mit einem guten Zweck verbinden? So ist genau dies die Verbindung Zwischen Traum und gutem Zweck, die diese Aktion einzigartig macht.

Das Projekt ist recht einfach:
Malte fährt mit seinem Rad die weite Strecke und sammelt vorher zu Hause Sponsoren, die pro gefahren Kilometer Geld an hilfsbedürftige Menschen spenden. Insgesamt sind es 3500 km. Den Reinerlös seiner Aktion spendet Malte an die Andheri-Hilfe Bonn. Malte möchte mit seiner Radtour ein Projekt für Straßenkinder in Trichy (Südindien) unterstützen.

 

Maltes Reisetagebuch:

Nach meiner Abfahrt am Sonntagnachmittag in Ittenbach radelten mein Freund Christian und ich über Hennef durchs Bröltal ins Bergische. Unser erster Campingplatz lag am Biggesee. Bevor wir uns das Endspiel der EM im Gemeinschaftsraum des Campingplatzes anguckten, sprangen wir noch in den erfrischenden Biggesee. Tageskilometer:82

Um halb neun traten wir eine extrem bergige Tour durchs Sauerland an. Geschwächt von den vielen Anstiegen aßen wir in Meschede ein ordentliches Jägerschnitzel. Kurz vor Paderborn halfen wir einer Frau, den geplatzten Autoreifen zu wechseln. Zum Dank durften wir bei Ihrer Familie übernachten und bekamen ein gutes Abendessen serviert. Tageskilometer:127

Da unsere netten Gastgeber schon früh zur Arbeit mussten, sind wir auch um 7 Uhr losgefahren. Vor Detmold überquerten wir den Teutoburger Wald und nahmen über Lemgo den Anstieg zum Weser-Bergland auf. Am Nachmittag lag ein herrlicher Ausblick aufs norddeutsche Tiefland vor uns. Nach einem kurzen Stop am Steinhuder Meer sprach mich ein Mann an, dass er mich aus dem Fernsehen kenne. Er erklärte uns den weiteren Weg. Mit der guten Wegbeschreibung fanden wir gegen halb sechs einen Campingplatz. Tageskilometer:145

Am nächsten Morgen nahm Christian den Zug von Hodenhagen nach Hause. Alleine fuhr ich durch die Lüneburger Heide weitere 90 Kilometer. In Radbruch, ein Ort bei Lüneburg, wohnt mein Onkel mit seiner Familie. Nach dem Spielen mit meinen kleinen Cousinen, fiel ich Abends totmüde ins Bett. Tageskilometer:127


Das Fruehstueck war genau richtig für die bevorstehende Tour. Hamburg durchqueren! Für Fahrradfahrer ist das kein Vergnügen. Zum Glück kam mein Onkel mit und navigierte uns mit seinem GPS durch den Stadtdschungel. In Nortorf, nördlich von Neumünster, fand ich einen Campingplatz am See. Tageskilometer: 138

Mit einem Reifenplatzer nach nur 5 Kilometer begann der nächste Morgen. Leicht genervt habe ich das Loch gefunden und geflickt. Kurz nach der dänischen Grenze begegnete ich einem anderen Radabenteurer. Er erzählte mir, dass er mit dem Rad vom Nordkap bis nach Marokko fahren möchte! Respekt! Ermutigt fuhr ich noch bis Lloyt Kirkeby, wo ich einen kleinen Campingplatz am Meer fand. Tageskilometer:148


Der nächste Vormittag lief ganz gut. Auf den wirklich hervorragenden dänischen Radwegen ging es von Aabenraa über Kolding bis kurz vor Randers. Dort suchte ich einen Campingplatz, der in meiner Karte eingezeichnet war. Ich suchte vergeblich. Ich hielt ein Auto an, um nach dem Platz zu fragen. Die beiden alten Damen lachten nur und erklärten mir, dass es den Platz seit drei Jahren nicht mehr gebe. Zusammen überlegten wir, wo der nächste Campingplatz sei. Es stellte sich heraus, dass es noch mindestens 30 Kilometer bis zum nächsten Campingplatz sind. Entnervt ließ ich alles fallen und baute mein Zelt im nächsten Feld auf. Der Platz war eigentlich ganz gut. Nur die Züge, die alle halbe Stunde, über die fünf Meter entfernten Gleise donnerten raubten mir den gesamten Schlaf. Tageskilometer:178

Nach der wirklich furchtbaren Nacht hatte ich bereits um sechs Uhr zusammen gepackt. Die Fahrt durch Dänemark ist ein Vergnügen. Plötzlich hört die Straße auf. Mit der ersten Fährfahrt der Tour überquerte ich eine Meeresbucht. Nach einer angenehmen Fahrt erreichte ich gegen drei Uhr Frederikshavn. Heute ist es Samstag und die gebuchte Fähre geht am Dienstag. Ich gönne mir keinen Tag Pause. Hubert wartet in Göteborg bereits auf mich. So können wir noch länger zusammen radeln. Ich geh zum Ticketschalter von Stena Line und kann die Fähre problemlos umbuchen. Ich kriege sogar Geld zurück, da ich nicht mehr mit der Schnellfähre fahre. Aber das ist mir sogar recht. Tageskilomter:162

Wenn Malte das nächste Mal in ein Internet-Cafe kommt, berichtet er uns vom weiteren Verlauf seiner Reise...

 

Die Radiowerkstatt Bonn hat Malte interviewt.

Klicken Sie hier, um zum Interview zu gelangen.

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23. Mai 2008

Sponsorenlauf im Siebengebirge

Klack klack klack,tapp tapp tapp... sind die unzähligen Schritte der vielen Mädchen und Jungen zu hören, die Runde für Runde um den Sportplatz laufen. Die Schülerinnen und Schüler aus den 17 Klassen der Hauptschule Königswinter-Oberpleis im Siebengebirge haben sich ein Ziel gesetzt:

So viel Geld wie möglich für den Guten Zweck erlaufen!

Dabei musste sich jeder im Vorfeld "Sponsoren" suchen, die für jede gelaufene Runde einen vorher festgelegten Betrag spenden. Als Sponsoren wurden Eltern, Onkel und Tanten, Omas und Opas, Bekannte und Geschäftsleute in der Umgebung verpflichtet. Je mehr Runden gelaufen werden, umso größer ist am Ende der Spendenbetrag. Einige der Mädchen und Jungen konnten gar nicht aufhören und liefen 30, 40, 50, 60 und mehr Runden! Bei sehr warmem Wetter mussten die Lehrerinnen und Lehrer der Schule darauf achten, dass jeder genug trinkt und sich niemand übernimmt.

Idee und Organisation des Sponsorenlaufs kamen von der Klasse 7b, die auch das Zählen der Runden übernahm. Die Klasse hatte schon im März gemeinsam mit der Sozial-Pädagogin der Schule, Frau Green-Ottens, und dem Klassenlehrer Herrn Kretz eine Aktion für die Andheri-Hilfe durchgeführt. Damals wurden selbstgebackener Kuchen und gebastelte Holzgegenstände in der Innenstadt verkauft. Für Frau Green-Ottens ist es besonders wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen über den eigenen Tellerrand hinweg schauen und Verantwortung für Menschen übernehmen, die Hilfe benötigen.

Die Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag 4884,52 Euro erlaufen! Die gesamte Schüler- und Lehrerschaft hat sich am letzten Schultag in der Aula versammelt, um diesen Betrag an die Gründerin und Ehrenvorsitzende der Andheri-Hilfe, Rosi Gollmann, zu übergeben. Frau Gollmann war begeistert vom Engagement und der Hilfsbereitschaft der Schule. Sie hat erklärt, wie vielen Menschen mit dem gesammelten Geld zu einer Augenoperation verholfen werden kann: Da eine Operation 40 Euro kostet, können in Bangladesch 122 Menschen auf ein Leben mit gesundem Augenlicht hoffen.

Danke für Eure Hilfe!

Hier werden die Runden gezählt.

Cesar und Ardun können nach vielen Runden noch lachen

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Mai - September 2008:

Das größte mobile Labyrinth der Welt ab 10. Mai in der Bonner Rheinaue

Die Faszination des Irrgartens spürt jeder, der sich auf den Weg zum zentralen Aussichtsturm macht und von den anderen Besuchern mehr oder weniger erfolgreich in die Irre geführt wird. Sich zu verlaufen und den richtigen Weg zu finden, die Auseinandersetzung mit der Unsicherheit, sich trauen und vertrauen übt offensichtlich eine außerordentliche Anziehung auf alle Altersgruppen aus. Kinder, bereits ab vier Jahren, können sich alleine auf den Weg machen und finden den Weg meist schneller zum Ziel als die Eltern oder Großeltern.

Das Labyrinth wird ständig verändert

Besonders spannend ist die Tatsache, dass die Wege im Labyrinth regelmäßig verändert werden. Dabei lässt sich auch der Schwierigkeitsgrad verändern. Führt heute ein kurzer aber sehr verschlungener Weg zum Ziel, kann dort morgen schon eine unglaublich lange Sackgasse zur Verzweiflung führen. Aber keine Angst: die Wände im Labyrinth sind so angebracht, dass jeder im Notfall darunter her zum Ausgang findet.

Geübte „Labyrinth-Läufer“ können den Weg zum Aussichtsturm in 10 Minuten finden. Im Durchschnitt benötigen die Besucher jedoch deutlich länger. Das hängt natürlich auch davon ab, wie gut oder schlecht die Besucher auf dem Turm, die „Verirrten“ beraten. Doch Vorsicht: Die Informationen „von oben“ sind häufig falsch. Sie stehen dann am Ende, in einer langen Sackgasse und müssen auch noch den Spott der anderen ertragen. Wenn Sie es dann aber geschafft haben, dann sind Sie selbst dran…

Auch in diesem Jahr möchte der Veranstalter Rolf Rau den Reinerlös aus den Eintrittsgeldern an Projekte der Andheri-Hilfe zur Verminderung von Kinderarbeit in Indien spenden.

Weitere Informationen zum Labyrinth finden Sie hier

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12. - 16. Mai 2008: Planet Diversity - Konferenz in Bonn

Fünf Tage lang wird während der Verhandlungen der UN-Konvention zur biologischen Vielfalt in Bonn diskutiert, wie Bauern, Verbraucher, Lebensmittelhersteller, Gärtner und Saatgutretter, Umweltschützer, Indigene, Wissenschaftler, Gentechnik- und Globalisierungskritiker, Menschenrechts-, Entwicklungs- und Frauenorganisationen und andere soziale Bewegungen zusammenarbeiten können, um sowohl die natürliche Vielfalt als auch die Vielfalt unserer Kulturen zu bereichern und verteidigen. Vielfalt ist das Überlebensprinzip und die Produktivkraft der Natur. Sie ist auch der gemeinsame Wert einer weltweiten Bewegung, die sich gegen industrielle Monokulturen und Monotonie, gegen Hunger, Armut, Ungerechtigkeit, Ignoranz und kulturelle Verarmung zur Wehr setzt. Wir wollen einander Geschichten erzählen, Erfahrungen austauschen, gemeinsame Strategien entwickeln und praktische Zusammenarbeit vereinbaren.

Ein Festival der Sinne und der Vielfalt bildet am 12.05.2008 in der Bonner Rheinaue den Auftakt von "Planet Diversity". Es markiert den Beginn der in den folgenden Wochen stattfindenden Verhandlungen im Rahmen der Konvention über die Biologische Vielfalt.

In den Ressourcenschutz-Projekten der Andheri-Hilfe wird ökologischer Anbau von Mischkulturen mit vielfältigen traditionellen Sorten betrieben. Hierdurch kann auf den Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern verzichtet werden. Die Gefahr von Ernteausfällen bei Mischkulturen ist geringer und die Nahrungsmittelversorgung der ländlichen Bevölkerung wird langfristig gesichert. Andheri-Hilfe beteiligt sich am 12.05.2008 im Südasien-Zelt mit einem Aktions-Stand. Wir freuen uns, Sie am Pfingstmontag in der Bonner Rheinaue zu sehen!

Hier finden Sie Informationen zu den Ressourcenschutz-Projekten der Andheri-Hilfe

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Juli 2008: "Wünsch Dir was von den G8"

"Deine Stimme gegen Armut" startet die Mitmachaktion "Wünsch Dir was von den G8" zum diesjährigen G8-Gipfel in Japan (7. bis 9. Juli 2008). In Anlehnung an die japanische Tradition des Tanabata ruft die Aktion auf, seinen individuellen Wunsch nach mehr Engagement in der weltweiten Armutsbekämpfung zu formulieren. Die Wünsche werden gesammelt und vor dem G8-Gipfel als 'Stimme der Bevölkerung' an die Bundesregierung übergeben (voraussichtlich am 3. Juli). Andheri-Hilfe Bonn als eine der Trägerorganisationen beteiligt sich an dem Aufruf.
Sie können ihre Wünsche direkt bei www.deine-stimme-gegen-armut.de eintragen.


Was ist Tanabata?

In der japanischen Tradition des Tanabata werden am Abend vor dem 7. Juli Bambusbäume aufgestellt. An diese Bäume hängen Menschen Zettel mit Wünschen, in der Hoffnung, dass sich diese erfüllen. 2008 ist der 7. Juli der erste Tag des G8-Gipfels.
Am 7. Juli, an Tanabata, treffen sich am Himmel die Sterne Wega und Altair. Der Überlieferung nach symbolisieren die Sterne einen Rinderhirten und eine Weberin, die so verliebt waren, dass sie ihre Arbeit vergaßen. Der Himmelsgott war darüber so erbost, dass er das Paar getrennt an beide Ufer des großen Flusses (der Milchstraße) verbannte. Weil die beiden aber vor Kummer immer noch nicht arbeiten konnten, dürfen sie sich einmal im Jahr treffen - an Tanabata.

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120.000 Euro für Opfer des Wirbelsturms SIDR

Mitte November 2007 tötete der Wirbelsturm SIDR mehr als 3.500 Menschen in Bangladesch. Hunderttausende verloren ihr Hab und Gut. Besonders hart traf es die Ärmsten der Armen, die nichts hatten, worauf sie zurückgreifen konnten. Andheri-Hilfe unterstützte mit 120.000 Euro 2.327 Familien.

Unmittelbar nachdem SIDR eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, liefen die Planungen der Andheri-Hilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen vor Ort an. Es ging um schnelle wirkungsvolle Hilfsmaßnahmen. Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten mussten wiederhergestellt werden. Die Menschen sollten schnell wieder auf eigenen Füßen stehen.
Mit einem Betrag von 120.000 Euro konnten insgesamt 2.327 Familien, das sind über 13.000 Menschen, geholfen werden. Die Unterstützung bezog sich auf einige Dutzende unterschiedlicher Erwerbszweige, z.B. Reisanbau, Betelanbau, Anbau von Hülsenfrüchten, Fischzucht, Geflügelzucht, Weizen- und Maisanbau, Gärtnerei oder häusliche Tieraufzucht.

Auch wurden 200 Häuser repariert und 50 weitere neu errichtet. Da insbesondere für Frauen in Bangladesch das Haus Ort der Produktion und damit der Erwerbstätigkeit ist, war diese Maßnahme dringend erforderlich.


Im Einzeln sah die Hilfe folgendermaßen aus:

  • Beschaffung von Produktionsmitteln für die Landwirtschaft (1.311 Familien)
  • Beschaffung von Produktionsmitteln für einkommen schaffende Maßnahmen außerhalb der Landwirtschaft (766 Familien)
  • Hausneubau und -reparatur (250 Familien)


Die Menschen erhalten keine Geschenke, sondern einen zinslosen Kredit, den sie 15 Monate nach Erhalt zurückgezahlt haben werden. Mit einem Teil der Rückläufe aus den Krediten werden andere Menschen bei der Existenzgründung unterstützt. Ein weiterer Teil wird dafür eingesetzt, Katastrophenfonds anzulegen, aus denen gezielte Hilfen bei zukünftigen Katastrophen finanziert werden können.

Andheri-Hilfe dankt allen Spenderinnen und Spender auch im Namen der Familien in Bangladesch, denen hierdurch geholfen werden konnte.

 

November 2007: Andheri-Hilfe für Transparenz ausgezeichnet

Zum dritten Mal in Folge zeichnet PricewaterhouseCoopers deutsche Spendenorganisationen, die eine vorbildliche Berichterstattung vorweisen können, mit dem Transparenzpreis aus. Die Andheri-Hilfe erhielt 2007 einen Sonderpreis.

Zur Begründung heißt es:

"Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. ist der Jury des Transparenzpreises besonders positiv aufgefallen, da sie ihre Berichterstattung im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert hat, obwohl sie im Feld der diesjährigen Bewerber zu den Organisationen mit dem niedrigsten Spendeneinkommen gehört. Die Jury belohnt dies als beispielhaftes Engagement und zur Ermutigung für weitere Verbesserungen mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro."

Andheri-Hilfe freut sich über die Auszeichnung und wird die Spende für ein Eye-Camp in Bangladesch einsetzen, bei dem mehr als 1.000 Augenkranke und Blinde untersucht und behandelt werden.

Bärbel Schäfer und Monika Schuck haben prominente und nicht-prominente Frauen aus den unterschiedlichsten Berufen interviewt und zeigen, dass die "besten Jahre" heute längst keine Frage des Alters mehr sind. Im Gegenteil! Rosi Gollmann, 80 Jahre, stellt Ihren Beitrag unter die Überschrift: "Je mehr ich mich für neue Herausforderungen öffne, desto jünger bleibe ich." Das Buch ist erschienen im Kiepenheuer Verlag, ISBN 978-3-378-01091-8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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