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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006I. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Umsetzung der Projekte für die Tsunami-Opfer einerseits und die Vorbereitungen für das 40-jährige Jubiläum der Andheri-Hilfe andererseits waren wichtige Bestandteile unserer Arbeit im Jahr 2006. Während uns im Jahr 2005 außergewöhnlich viele Spenden in Zusammenhang mit dem Tsunami zugeflossen waren, hatte in 2006 die sich stark verändernde Wahrnehmung Indiens einen spürbaren Einfluss auf unsere Arbeit hier in Deutschland. Die Diskussion über Indien als aufstrebende Wirtschaftsmacht in den Medien verlangte von uns im Dialog mit den Spendern und der Öffentlichkeit immer wieder herauszustreichen, dass es in Indien immer noch viele Millionen Menschen gibt, die in bitterer Armut leben, und dass die Arbeit der Andheri-Hilfe nach wie vor wichtig ist. Dieses Thema greift auch der Film über die Arbeit der Andheri-Hilfe mit dem Titel „Das Wachstum steigt - Die Armut bleibt! - Braucht Indien noch Entwicklungshilfe?“ von Dr. Franz Alt anschaulich auf. Die Entwicklung des Jahresüberschusses 2006 in Höhe von 426.345,60 Euro und dessen Hauptkomponenten stellen sich in den verschiedenen Bereichen wie folgt dar: Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um gut 4% gefallen. Grund hierfür ist, dass eine Mitarbeiterin Elternzeit in Anspruch genommen hatte. Zum 31.12.2006 beschäftigte die Andheri-Hilfe Bonn e.V. wie im Vorjahr 7 Vollzeitkräfte, 4 Teilzeitkräfte und eine Person als geringfügig Beschäftigte. Die Vergütung der hauptamtlich Beschäftigen liegt nicht über den Tarifen für vergleichbare Positionen im öffentlichen Dienst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren in 2006 leicht rückläufig, nachdem sie im Vorjahr vor allem aufgrund des erhöhten Aufwandes in Zusammenhang mit der Spenderbetreuung nach dem Tsunami und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit angestiegen waren. Die Geschäftsführung spricht an dieser Stelle allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern herzlichen Dank und Anerkennung für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus. Ohne diesen unermüdlichen Einsatz aller wäre die erfolgreiche Tätigkeit unseres Vereins nicht möglich. II. Darstellung der Lage der Andheri-Hilfe Bonn e.V. Die geschäftlichen Aktivitäten haben sich seit dem Bilanzstichtag entsprechend den Planungen entwickelt. Durch den Jahresüberschuss 2006 beläuft sich die Kapitalrücklage nun auf mehr als 2 Mio. Euro. Diese Mittel erlauben es uns, konkrete Projektzusagen zu treffen, auch wenn noch keine Spendenmittel in der entsprechenden Höhe eingegangen sind. Bis Ende April 2007 wurde etwas mehr als 1,26 Mio. Euro durch Projektbewilligungen vertraglich gebunden. Sicherungsgeschäfte für Währungsrisiken wurden und werden von der Andheri-Hilfe Bonn e.V. nicht abgeschlossen. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Es traten nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. IV. Voraussichtliche Entwicklung des Vereins und Risiken der künftigen Entwicklung Wir können bis dato einen Anstieg der Spendeneinnahmen (in den ersten 4 Monaten 77 Tausend Euro Steigerung) im Vergleich zum Jahr 2006 verzeichnen. Zu dieser Steigerung haben sicherlich das zahlreiche Erscheinen der Andheri-Hilfe Bonn in den Medien in Zusammenhang mit der Feier des 40-jährigen Bestehens der Andheri-Hilfe und des 80. Geburtstages der Gründerin, Frau Rosi Gollmann, und die wiederholte Ausstrahlung des Films von Dr. Franz Alt „Das Wachstum steigt, die Armut wächst - Braucht Indien noch unsere Hilfe?“ beigetragen. Wir rechnen damit, dass wir auf Jahressicht das Spendenniveau von 2006 übertreffen können. Nach wie vor birgt die Konzentration der Arbeit der Andheri-Hilfe Bonn e.V. in Übersee auf die Länder Indien und Bangladesch ein Risiko in sich. Auf dem deutschen Spendenmarkt wird es für die Andheri-Hilfe Bonn e.V. immer schwieriger, Spenden für Projekte in Indien einzuwerben, da Indien als aufstrebende Wirtschaftsmacht gesehen wird, die ausreichend eigenes Potenzial zur Armutsbekämpfung hat. Andheri-Hilfe Bonn e.V. begegnet diesem Risiko mit Aufklärung über das weiter bestehende und sich zum Teil verschärfende Problem der Massenarmut in Indien. Der oben erwähnt Film von Dr. Franz Alt ist hierbei hilfreich. Gleichzeitig soll die Arbeit der Andheri-Hilfe in Bangladesch verstärkt in der Öffentlichkeit dargestellt werden. In der Kooperation mit dem Andheri Trust in Indien geht es im Jahr 2007 vorrangig um die Umsetzung der vereinbarten Schritte bei der Verbesserung der Qualitätssicherung im Projektbereich. Außerdem soll ein Treffen der Partner der Andheri-Hilfe Bonn e.V., das der Andheri Trust organisiert, dazu genutzt werden, die aktuellen Herausforderungen an die NGOs in Indien (Einwerbung lokaler Spenden, Nutzung von Regierungsprogrammen, etc.) mit den Partnern zu diskutieren. Unsere Investitionstätigkeit wird sich im Jahre 2007 neben dem Ausbau der Projektarbeit auf die Intensivierung der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Andheri-Hilfe Bonn e.V. und auf Ersatzbeschaffungen in der EDV konzentrieren. V. Sonstige Angaben |
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