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Verbesserung der Gesundheitssituation und der Wasserversorgung in drei Regionen im nördlichen Kerala/Südindien

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Projekt-Steckbrief

Projekttitel

Verbesserung der Gesundheitssituation und der Wasserversorgung in drei Regionen im nördlichen Kerala/Südindien

Partnerorganisation

Calicut Social Service Society

Kosten: 269.964 Euro

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat einen Zuschuss in Höhe von 202.473 Euro bewilligt. 22.557 Euro tragen die Partnerorganisation und die Zielgruppe vor Ort bei; 44.934 Euro Andheri-Hilfe.

I-022-12/04

Hauptaktivitäten

Schulungen in den Bereichen Gesundheit, Hygiene und Schutz der Ressource Wasser

Bau von Regenwasserspeichern

Instandsetzung von Brunnen

Anlegen von Wasserauffanggräben und Gemüsegärten

Herstellung von organischem Dünger

Errichtung von Latrinen

Kosten ( nur Andheri-Hilfe Anteil )

Bau eines Regenwasserspeichers:
18 Euro

Anlage von 100 Küchengärten:
35 Euro

Bau einer Latrine:
9 Euro

Mangelernährung und verschmutztes Trinkwasser sind zwei der häufigsten Krankheitsursachen. Das Bewusstsein hierfür nachhaltig zu fördern ist eine überaus wichtige Aufgabe, denn hiervon hängt das Überleben so vieler Menschen ab. Das gilt auch für Teile des südindischen Bundesstaates Kerala. Dort hat sich die Andheri-Hilfe Bonn verpflichtet, über drei Jahre hinweg 4.635 Frauen in 43 Dörfern - überwiegend Angehörige niederer Kasten, Kastenlose und Ureinwohner - aus besonders armen Familien zu unterstützen.

Die Region an den Ausläufern der Western Ghats (Bergkette im Südwesten Indiens) galt ehemals als besonders fruchtbar, sorgten doch zwei ausgedehnte Regenperioden für eine ausreichende Versorgung mit Wasser und damit für eine üppige Vegetation. Doch die zunehmende Degradierung der Wälder in der Bergregion brachte es mit sich, dass das wertvolle Wasser während der heftigen Regenfälle nicht mehr in dem Maße aufgefangen werden kann, wie dies früher der Fall war: Es fließt großenteils ungenutzt ab, reißt fruchtbaren Boden mit und verursacht in tieferliegenden Gebieten Überschwemmungen. Die Folgen sind: Abnahme der Bodenfruchtbarkeit, Mangel an sauberem Trinkwasser und - vor allem bei Überflutungen - Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis, Malaria oder Cholera.

Präventive Gesundheitsmaßnahmen, Stärkung der Ernährungsgrundlagen und der Schutz bzw. der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser stehen im Mittelpunkt des Projekts, das von unserer Partnerorganisation Calicut Social Service Society durchgeführt wird. Hauptziel ist es dabei, zur Verbesserung der Gesundheitssituation und der Wasserversorgung - insbesondere zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser - beizutragen. Dieses Ziel wird durch ein Bündel an Maßnahmen realisiert:

Ressourcenschutz:

  • Schulungen im Bereich Schutz natürlicher Ressourcen
  • Bau von 100 Regenwasserspeichern
  • Anlegen von 120.000 Wasserauffanggräben, damit das Wasser während der Regenfälle langsam versickern kann und somit der Grundwasserspiegel steigt
  • Instandsetzung von 200 Brunnen
  • Errichtung von 100 Anlagen zur Herstellung von organischem Dünger

Verbesserung der Gesundheit und der Ernährung:

  • Aufklärung über gesunde Ernährung und Hygiene
  • Anlage von 1.500 Gemüsegärten
  • Errichtung von 200 Latrinen

Voraussetzung für die Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist es, dass unter der Bevölkerung ein Bewusstsein wächst für die Bedeutung von Ressourcenschutz und über die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge. Frauen, die sich bereits in 309 Selbsthilfegruppen zusammen geschlossen haben, nehmen an den jeweiligen Schulungen teil. Die Frauen tragen dann das neue Wissen in ihre Gruppen und in ihre Dörfer weiter. Sie werden somit zu aktiven Trägern eines Entwicklungsprozesses, der zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Projektregion beiträgt.

 

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