Verbesserung der Gesundheitssituation und der Wasserversorgung in drei Regionen im nördlichen Kerala/Südindien
Mangelernährung und verschmutztes Trinkwasser sind zwei der häufigsten Krankheitsursachen. Das Bewusstsein hierfür nachhaltig zu fördern ist eine überaus wichtige Aufgabe, denn hiervon hängt das Überleben so vieler Menschen ab. Das gilt auch für Teile des südindischen Bundesstaates Kerala. Dort hat sich die Andheri-Hilfe Bonn verpflichtet, über drei Jahre hinweg 4.635 Frauen in 43 Dörfern - überwiegend Angehörige niederer Kasten, Kastenlose und Ureinwohner - aus besonders armen Familien zu unterstützen. Die Region an den Ausläufern der Western Ghats (Bergkette im Südwesten Indiens) galt ehemals als besonders fruchtbar, sorgten doch zwei ausgedehnte Regenperioden für eine ausreichende Versorgung mit Wasser und damit für eine üppige Vegetation. Doch die zunehmende Degradierung der Wälder in der Bergregion brachte es mit sich, dass das wertvolle Wasser während der heftigen Regenfälle nicht mehr in dem Maße aufgefangen werden kann, wie dies früher der Fall war: Es fließt großenteils ungenutzt ab, reißt fruchtbaren Boden mit und verursacht in tieferliegenden Gebieten Überschwemmungen. Die Folgen sind: Abnahme der Bodenfruchtbarkeit, Mangel an sauberem Trinkwasser und - vor allem bei Überflutungen - Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis, Malaria oder Cholera. Präventive Gesundheitsmaßnahmen, Stärkung der Ernährungsgrundlagen und der Schutz bzw. der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser stehen im Mittelpunkt des Projekts, das von unserer Partnerorganisation Calicut Social Service Society durchgeführt wird. Hauptziel ist es dabei, zur Verbesserung der Gesundheitssituation und der Wasserversorgung - insbesondere zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser - beizutragen. Dieses Ziel wird durch ein Bündel an Maßnahmen realisiert: Ressourcenschutz:
Verbesserung der Gesundheit und der Ernährung:
Voraussetzung für die Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist es, dass unter der Bevölkerung ein Bewusstsein wächst für die Bedeutung von Ressourcenschutz und über die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge. Frauen, die sich bereits in 309 Selbsthilfegruppen zusammen geschlossen haben, nehmen an den jeweiligen Schulungen teil. Die Frauen tragen dann das neue Wissen in ihre Gruppen und in ihre Dörfer weiter. Sie werden somit zu aktiven Trägern eines Entwicklungsprozesses, der zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Projektregion beiträgt.
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