Finanzieller Bericht 2008 (mit Vergleich zu 2007)
Erläuterungen zur ErgebnisrechnungEinnahmenDie "Geldspenden" sind im Jahr 2008 um knapp 350 TEUR niedriger ausgefallen als im Jahr 2007, in welchem durch das 40-jährige Jubiläum und die damit einhergehende öffentlichkeitswirksame Berichterstattung ein erfreulich hohes Niveau der "Geldspenden" erreicht worden war. Ebenso war in 2008 im Bereich "Erbschaften, Nachlässe etc." ein Rückgang um 280 TEUR zu verzeichnen. Unter der Position "Leistungsentgelte" ist das Ergebnis des so genannten „wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs“ (v. a. Erbringung von Dienstleistungen gegen Honorar und Verkauf von Karten und Waren) ausgewiesen. Die "Zuwendungen und Zuschüsse" waren im Jahr 2008 leicht rückläufig, da wir weniger Zuschüsse von anderen Organisationen erhalten hatten als im Vorjahr. Die Zuwendungen des BMZ, die in dieser Position enthalten sind, sind leicht über Vorjahresniveau. Das "Zins- und Vermögensergebnis" (bereinigt um entsprechende Aufwendungen) hat sich trotz des allgemeinen Rückgangs der Zinsen positiv entwickelt. Festzuhalten ist, dass die Andheri-Hilfe die Gelder ausschließlich in sehr sicheren Geldanlagen angelegt hat und daher keine Verluste bei Geldanlagen zu verzeichnen hat. Die "Übrigen Erträge" enthalten im Jahr 2007 vor allem nachträglich ausgezahlte Zuschüsse von der EU für bereits abgeschlossene Projekte.
Bei den Ausgaben ist grundsätzlich zu beachten, dass in den Einzelpositionen die anteiligen Sachkosten und auch Personalkosten enthalten sind. Es konnten für die Projektförderung 4,004 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden, dies sind fast 0,36 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Enthalten sind hierin Einsparungen (443,1 TEUR in 2008 und 434,7 TEUR in 2007) bei den Projekten, die vor allem aus nicht genutzten Reserven für Wechselkursschwankungen resultieren. Somit konnten wir im Jahr 2008 einen Gesamtbetrag von 4.447.036,03 für Projekte zusagen. Der Aufwand für Projektbegleitung erhöhte sich um knapp 15 TEUR vor allem aufgrund der Personalkostensteigerung. Die Ausgaben in den Bereichen "Satzungsgemäße Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit" und "Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit" gingen 2008 erfreulicherweise zurück, denn Aktivitäten im Zusammenhang mit dem 40-jährigen Jubiläum hatten im Jahr 2007 höhere Ausgaben in diesen Bereichen verursacht. Die reinen Verwaltungskosten stiegen in 2008 gegenüber 2007 um knapp 24 TEUR an. Der Verlust von 395.767,97 Euro aus dem Jahr 2008 konnte durch Mehreinnahmen der Vorjahre abgedeckt werden.
Kurzbilanz
Erläuterungen zum Vermögen (Kurzbilanz) Auf der Aktivseite handelt es sich bei den "Sachanlagen" neben den immateriellen Wirtschaftsgütern im Wesentlichen um das vereinseigene Haus der Andheri-Hilfe Bonn und die angeschafften Geräte und EDV. Trotz einiger Ersatzbeschaffungen ergab sich durch planmäßige Abschreibungen eine Verminderung der Position gegenüber 2007. Die "Vorräte" sind die Waren und Materialien, des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes und der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. In den "Forderungen" sind neben noch nicht erhaltenen Rechnungszahlungen und Mitgliedsbeiträgen hauptsächlich die noch ausstehenden Beträge enthalten, die uns Zuschussgeber fest zugesagt haben oder die uns aus testamentarischen Verfügungen zustehen. Mittel des BMZ in Höhe von 796.832 Euro, die für 2007 zugesagt waren, aber erst Anfang 2008 zuflossen, sind der Hauptgrund für die außerordentlich hohe Summe in 2007 gegenüber 2008. Bei den "Finanzanlagen" kam es in 2008 zu einer Verminderung um 2,1 Mio. Euro, weil Gelder, die in 2007 unter "Finanzanlagen" ausgewiesen waren, im Jahr 2008 als Tagesgeld und Sparbrief angelegt wurden und somit unter "Bankguthaben und Kasse" auszuweisen sind. Dadurch erklärt sich auch die Erhöhung in "Bankguthaben und Kasse" im Jahr 2008 um über 2,4 Mio. Euro. Passiva Auf der Passivseite ist das "Vermögen/ Kapital" des Vereins ausgewiesen. Dies steht in erster Linie für Projekte zur Verfügung, die demnächst bewilligt oder verlängert werden. "Rückstellungen" sind hauptsächlich gebildet für Jahresabschlusskosten (auch für noch nicht abgerechnete Vorjahre), Urlaubsverpflichtungen und Rückzahlungen von nicht verbrauchten Projektzuschüssen und dazugehörige Zinsverpflichtungen. Die "Verbindlichkeiten" sind Zahlungen, die die Andheri-Hilfe noch zu leisten hatte (3 TEUR), und überwiegend die Beträge aus Projektbewilligungen (4.708 TEUR), die vertraglich (für die kommenden Jahre) zugesagt sind, aber zum 31.12.2008 noch nicht ausgezahlt waren.
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