Blindheit und ihre Folgen bekämpfen(2) Augenmedizinische Dienstleistungen für arme Bevölkerungsgruppen bereitstellenAugenoperationen im Eye Camp
Unsere Partner setzen, wenn medizinisch sinnvoll und möglich, mittlerweile in allen Eye Camps auf die IOL-Technik. Schluss zu machen mit der Zwei-Klassen-Medizin ist dabei das Anliegen. Bei der IOL-Methode werden intraokulare Linsen implantiert, die für ein besseres Sehen als der herkömmliche Starstich sorgen. Die neue Methode ist anspruchsvoller, vor allem in Bezug auf die Ausbildung der Augenärzte und die herzustellenden Hygienebedingungen. Damit das Eye Camp ein Erfolg wird, muss alles stimmen: Die Vorbereitung, die Durchführung und selbstverständlich auch die Nachbetreuung. Unsere erfahrenen Partner in Bangladesch wissen um die Bedeutung jedes Details. Ein kleiner Fehler kann ein Augenlicht endgültig auslöschen. Insgesamt werden 118 Eye Camps, darunter 18 Camps mit Beteiligung anderer Partner, von der "Bangladesh National Society for the Blind" ausgeführt. Zentren für augenmedizinische Grundversorgung
Das aktuelle PEC-Konzept besteht aus vier Ebenen. Auf der ersten Ebene bzw. Dorfebene erhalten die Dorfärzte eine Fortbildung in augenmedizinischer Grundversorgung und nach Abschluss der Fortbildung einfache Geräte, um Sehstörungen und Augenerkrankungen zu erkennen. Die komplizierten Fälle werden an das Zentrum überwiesen. Die Dorfärzte sind in der Gemeinde bekannt und können sich mit den Patienten in der Lokalsprache unterhalten. Dies erleichtert die Behandlung. Es erleichtert aber auch die wichtige Aufklärungsarbeit, die von den Dorfärzten geleistet werden soll. Die zweite Ebene ist das eigentliche Zentrum mit einem Sanitäter und Assistenten als ständiges Personal. Hier erhalten auch die Dorfärzte ihre Aus- und Fortbildung. Ein- bis zweimal monatlich kommt ein Arzt aus dem Augenkrankenhaus hierher und führt Operationen durch. In dringenden komplizierten Fällen wird der Patient vom Zentrum gleich an das Basiskrankenhaus verwiesen. Die dritte Ebene bildet das Augenkrankenhaus im Distrikt, von denen Andheri-Hilfe gegenwärtig fünf unterstützt. Schließlich bildet das große Augenkrankenhaus, Trainings- und Forschungsinstitut in Chittagong (CEITC) die vierte Ebene. Hier stehen hochqualifiziertes Personal und ausgezeichnete Geräte zur Verfügung, um auch die kompliziertesten Fälle zu behandeln. Das PEC-Konzept hat viele Vorteile:
Gegenwärtig unterstützt Andheri-Hilfe zwei PEC in Bangladesch. Andheri-Hilfe unterstützt auch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und medizinisches Pflegepersonal. Im kommenden Jahr werden 18 Ärzte und 29 Sanitäter ausgebildet. Tausende von armen Menschen in Bangladesch könnten sich eine Augenbehandlung und erst recht eine Operation nicht leisten, wenn Andheri-Hilfe nicht im Rahmen des so genannten "Poor Patient Fund" den Partnerkrankenhäusern einen Zuschuss gäbe. Für das kommende Jahr kalkuliert man mit etwa 7.500 Personen, die ohne einen solchen Zuschuss keinerlei augenmedizinische Leistungen erhalten würden.
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